„Nord bei Nordwest“ – SHock(ARD): Hinnerk Schönemann zieht radikalen Schlussstrich! „Das hätte ich nicht gekonnt“
„Nord bei Nordwest“ – SHock(ARD): Hinnerk Schönemann zieht radikalen Schlussstrich! „Das hätte ich nicht gekonnt“

Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz: Hinnerk Schönemann, das Gesicht der beliebten ARD-Krimireihe „Nord bei Nordwest“, kehrt der Erfolgsserie den Rücken. Für Fans der kultigen Krimireihe, die seit 2014 regelmäßig Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockt, kommt dieser Schritt völlig überraschend. Nach über zehn Jahren als stoischer Tierarzt und Ex-Polizist Hauke Jacobs in der fiktiven norddeutschen Küstenstadt Schwanitz zieht der Schauspieler nun einen radikalen Schlussstrich – und sorgt damit für Entsetzen in der Fangemeinde.
Ein Abgang mit Ansage – aber leise
Was für viele wie ein abrupter Ausstieg wirkt, war für Schönemann offenbar ein überlegter, innerlich gereifter Entschluss. In einem Interview mit der Bild am Sonntag äußerte er sich emotional: „Ich konnte nicht mehr. Es war eine tolle Zeit, aber ich habe gemerkt, dass ich mich selbst verliere.“ Besonders die Dreharbeiten, die oft über mehrere Monate andauerten, hätten ihn körperlich wie seelisch zermürbt. Schönemann, der sich in der Öffentlichkeit eher zurückhaltend zeigt, sprach von einem inneren Druck, der mit jedem Dreh zunahm: „Ich hätte das nicht weitermachen können, ohne mich zu verbiegen.“
Ein Fanliebling geht – aus Überzeugung
Die Figur des Hauke Jacobs war wie für Schönemann gemacht. Mit trockenem Humor, einem scharfen Verstand und einer geheimnisvollen Aura war der wortkarge Tierarzt ein Gegenentwurf zu klassischen Fernsehkommissaren. Gerade diese Andersartigkeit machte den Reiz von „Nord bei Nordwest“ aus. Gemeinsam mit Kolleginnen wie Jana Klinge (alias Kommissarin Hannah Wagner) bildete Schönemann das Herzstück der Reihe. Dass er nun geht, obwohl die Einschaltquoten regelmäßig Traumwerte erreichen, zeugt von einem bewussten Schritt zur Selbstfürsorge – selten im schnelllebigen TV-Geschäft.
Die ARD reagiert mit Verständnis
Auch seitens der ARD wurde der Ausstieg zwar bedauert, aber mit Respekt aufgenommen. In einer offiziellen Mitteilung heißt es: „Wir danken Hinnerk Schönemann für seine großartige Leistung und seine unvergessliche Darstellung des Hauke Jacobs. Sein Rückzug ist ein Verlust, aber wir wünschen ihm alles Gute für seinen weiteren Weg.“ Offen bleibt bisher, wie es mit der Krimireihe weitergehen soll – ob ein Nachfolger die Rolle übernimmt oder die Serie einen kompletten Neuanfang wagt.
Ein radikaler Schritt – mit offenem Ausgang
Was Hinnerk Schönemann künftig plant, ist bislang nicht detailliert bekannt. Klar ist nur: Er möchte sich mehr auf sein persönliches Leben konzentrieren. „Ich will wieder Luft holen, einfach mal ich sein“, erklärte er. Der 50-Jährige, der auf einem Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern lebt, scheint sich nach einem ruhigeren Alltag zu sehnen – weit entfernt von Drehplänen, Interviews und Medienrummel. Ob er überhaupt jemals wieder in eine feste Serienrolle zurückkehren wird, ist ungewiss.
Abschied mit Wirkung – das Ende einer Ära?
Für „Nord bei Nordwest“ bedeutet dieser Abschied zweifellos einen tiefen Einschnitt. Die Serie, die vor allem durch die ruhige Erzählweise, die norddeutsche Atmosphäre und die komplexen Charaktere überzeugte, verliert ihr zentrales Element. Ob die Reihe ohne Schönemann weitergeführt werden kann – und ob das Publikum einem neuen Hauptdarsteller dieselbe Treue schenkt – bleibt abzuwarten.
Für viele bleibt jedoch vor allem eines: Dankbarkeit für die Geschichten aus Schwanitz – und für einen Schauspieler, der rechtzeitig erkannt hat, wann es Zeit ist, zu gehen. Ein Abschied mit Haltung – und vielleicht der Anfang von etwas Neuem.








