Bürgergeld-Empfängerin macht endlich Urlaub – für nur 90 Euro
Bürgergeld-Empfängerin macht endlich Urlaub – für nur 90 Euro
Jana ist gebürtige Rostockerin, ihre Heimat hat die Bürgergeld-Empfängerin nur einmal kurz verlassen. Bei „Hartz und herzlich“ wagt sie ihren ersten Solo-Urlaub.
Die Protagonisten der RTLZWEI-Sozial-Doku „Hartz und herzlich“ müssen mit viel Spott und Häme leben, denn die Zuschauer sind oft alles andere als gnädig. Doch immer wieder erweichen Geschichten der Bürgergeld-Empfänger doch die Herzen des kritischen Publikums. Jana, die bereits fünffache Mutter ist, gesteht vor der Kamera: „Ich war noch nie alleine weiter weg von Rostock.“

Seit ihrer Geburt entfernte sich die Bürgergeld-Empfängerin nie weit von ihrer Heimat, das Geld fehlte. Nur einen Ausflug nach Braunschweig konnte sie sich vor Jahren mit ihrem Ex-Partner ermöglichen. Ob der auch der Vater ihrer Kinder ist, die der „Hartz und herzlich“-Protagonistin alle durch das Jugendamt weggenommen wurden, lässt die 32-Jährige offen. Eines steht aber ohne Frage fest: Bisher fehlte es Jana schlichtweg am Geld, um einen Urlaub zu machen.
Jana erzählt bei „Hartz und herzlich“, warum die Bürgergeld-Empfängerin nie Urlaub machte
Jetzt soll sich das ändern, die Bürgergeld-Empfängerin will ihre Schwester Sabine in Nordrhein-Westfalen besuchen. „Ich bin richtig gespannt, wie die Gegend ist“, schildert auf dem Weg zum Rostocker Bahnhof, „so richtige Berglandschaften kenne ich ja gar nicht!“ Sie wuchs mit ihren zwei Schwestern bei Mutter Brigitte auf, zeitweise musste die „Hartz und herzlich“-Teilnehmerin wieder dort einziehen, um der Obdachlosigkeit zu entgehen.
Janas Urlaub ist nur dadurch möglich, dass sie keine Unterkunft bezahlen muss, sondern bei ihrer Schwester schlafen kann. Schon die Kosten für den Zug sind nicht unerheblich. „Ich habe die Tickets als Frühbucher bestellt“, erzählt die Bürgergeld-Empfängerin aufgeregt, „sonst hätte ich über 160, 170 Euro zahlen müssen“. Stattdessen musste sie jetzt nur 90 Euro aufbringen – quasi ein Schnäppchen.
Dafür muss die 32-Jährige einige Opfer bringen: Insgesamt wird sie rund 12 Stunden unterwegs sein, da sie über Nacht mit S-Bahnen und Regionalbahnen fährt und immer wieder umsteigen muss. Das ist für viele wohl das genaue Gegenteil eines entspannten Starts in den ersten, richtigen Urlaub. Aber Jana hofft auf trotzdem auf Ruhe: „Einfach mal ein bisschen abschalten, zur Ruhe kommen und stärker denn je zurückkommen.“ (str)
Janas Urlaub ist nur dadurch möglich, dass sie keine Unterkunft bezahlen muss, sondern bei ihrer Schwester schlafen kann. Schon die Kosten für den Zug sind nicht unerheblich. „Ich habe die Tickets als Frühbucher bestellt“, erzählt die Bürgergeld-Empfängerin aufgeregt, „sonst hätte ich über 160, 170 Euro zahlen müssen“. Stattdessen musste sie jetzt nur 90 Euro aufbringen – quasi ein Schnäppchen.
Dafür muss die 32-Jährige einige Opfer bringen: Insgesamt wird sie rund 12 Stunden unterwegs sein, da sie über Nacht mit S-Bahnen und Regionalbahnen fährt und immer wieder umsteigen muss. Das ist für viele wohl das genaue Gegenteil eines entspannten Starts in den ersten, richtigen Urlaub. Aber Jana hofft auf trotzdem auf Ruhe: „Einfach mal ein bisschen abschalten, zur Ruhe kommen und stärker denn je zurückkommen.“ (str)








