Bürgergeld-Empfänger will mit Geld der Krankenkasse Sneaker kaufen – „da zählt das Aussehen mehr“
Bürgergeld-Empfänger will mit Geld der Krankenkasse Sneaker kaufen – „da zählt das Aussehen mehr“
Pascal leidet an einer Beinfehlstellung, orthopädische Schuhe sollen dem Mannheimer helfen. Doch der „Hartz und herzlich“-Protagonist sorgt sich um sein Aussehen.
Der 25-jährige Mannheimer ist in der „Hartz und herzlich“-Community bekannt wie ein bunter Hund. Allerdings weniger für positive als für negative Eigenschaften und Aktionen. Nun liefert der Bürgergeld-Empfänger seinen Kritikern erneut Futter. Denn Pascal, der immer wieder über Schmerzen in den Beinen klagt und eine erneute Operation verlangt, will genau darauf jetzt wenig Rücksicht nehmen.

Von einem Orthopäden bekam er aufgrund seiner Beschwerden spezielle Schuhe verschrieben. Doch die sind ihm nicht stylish genug. „Da zählt das Aussehen mehr als meine Gesundheit, die Gesundheit kann man nach hinten stellen“, erklärt er ungeniert. Dabei hatte der „Hartz und herzlich“-Protagonist bei Jobs und Praktika immer wieder seine Schmerzen vorgeschoben, die ihm nun scheinbar doch nicht so große Probleme bereiten.
„Hartz und herzlich“-Pascal leidet an Gehbehinderung – Schuhe sollen helfen
Ausgerechnet der Bürgergeld-Empfänger, der wegen seiner Beine sogar eine erneute Operation anstrebte, will jetzt auf passendes Schuhwerk verzichten – wegen des Looks. Es gebe kaum orthopädische Schuhe, die seinem Stil entsprächen, erklärte er. Trotz seiner ästhetischen Bedenken begibt er sich online auf die Suche nach Tretern, die seinen Vorstellungen und denen der Krankenkasse entsprechen.
Immerhin soll die Kasse das neue Kleidungsstück finanzieren. Nach wenigen Minuten wird der zunächst so skeptische Pascal fündig: Er findet online Sneaker, die als orthopädisch gekennzeichnet sind – für 270 Euro! Welch ein Glück, dass er davon nur einen geringen Selbstanteil leisten muss. „Generell beträgt Ihre Zuzahlung für orthopädische Schuheinlagen zehn Prozent des Preises, mindestens fünf und höchstens zehn Euro“, schreibt die AOK hierzu.








