Bürgergeld-Empfänger spotten über das Jobcenter: „Wir zahlen gar nichts“
Bürgergeld-Empfänger spotten über das Jobcenter: „Wir zahlen gar nichts“
Die Bürgergeld-Empfänger Mike und Angelique kassierten doppelte Staatshilfe ab. Jetzt wird es plötzlich ernst.

Die RTL-Zwei-Sozialreportage „Hartz und herzlich“ zeigt immer wieder schonungslos, wie Bürgergeld-Empfänger leben. Wenig verwunderlich: Das Format sorgt damit regelmäßig für Diskussionen. Auch das Paar Mike und Anqelique aus Pirmasens fällt immer wieder auf. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und sprechen offen über ihr Leben auf Staatskosten und ihren Alltag.
Doch diesmal geht es um mehr als nur ehrliche Einblicke. Die beiden bezogen mehrere staatliche Leistungen gleichzeitig: 1288,20 Euro Arbeitslosengeld, dazu 1.600 Euro Bürgergeld und zusätzlich Kindergeld. Somit insgesamt rund 3.300 Euro im Monat!
Bürgergeld-Empfänger kassierten doppelt ab
Für Mike und Angelique offenbar kein Problem. „Ich finde nicht, dass wir den Staat ausnutzen“, sagen sie lachend vor der RTL-Zwei-Kamera. Sparen und Verwalten? Nicht mit Mike und Angelique. Die Bürgergeld-Empfänger genossen ausgiebig ihre Freizeit und gaben das Geld entsprechend aus.
Doch genau das ist jetzt vorbei. Die Situation eskaliert. Für die Bürgergeld-Empfänger flatterte ein Brief ins Haus. „Das ist eine Kürzung vom Jobcenter. 1200 Euro weniger“, erklärt Angelique sichtlich desillusioniert.
Und legt dennoch gelassen nach: „Das Geld mussten wir nicht zurückzahlen. Sie haben auch nichts am Telefon gesagt. Ich denke nicht, dass wir es zurückzahlen müssen, da es ihre Schuld war.“
Jetzt kommt es knüppeldick
Doch falsch gedacht. Wenig später die plötzliche Hiobsbotschaft: Nun werden sie wegen der Überzahlung zu einer Anhörung geladen. „Ein Schlag ins Gesicht“ für Mike. „Ich soll 3261,04 Euro nachzahlen“, sagt er.
Und dann trifft es neben Angelique und Mike sogar noch ihren kleinen Sohn Louis. „1456,49 Euro soll er zahlen. Schon dreist. Der macht doch gar nichts“, platzt es aus Angelique heraus.
„Es ist ihr Fehler.“
Insgesamt geht es um eine enorme Summe. Mike stellt klar: 10.800 Euro. „Wir haben unsere Arbeitslosengeldanträge zu spät abgegeben. Das haben sie gesehen und dann uns die Leistungen zugesprochen. Was können wir dafür? Es ist ihr Fehler. Wir zahlen gar nichts. Die sind selbst dumm und wissen nicht, was sie in ihrem Job tun“, wird der Bürgergeld-Empfänger deutlich.
Hier haben wir weitere Nachrichten für dich zusammengestellt:
Zudem gibt es noch mehr offene Rechnungen. Wie sich ihre angespannte Situation entwickelt, wird in den weiteren „Armes Deutschland“-Folgen aufgeklärt. Die beschriebene Episode „Im Schuldensumpf“ ist flexibel bei RTL+ abrufbar.
Dieser Artikel erschien zuerst unter Bürgergeld-Empfänger spotten über das Jobcenter: „Wir zahlen gar nichts“ auf DerWesten.de.








